Nussschalenversprechen

Sie fallen

im Oktober zu Boden

Schaukeln im

vom Wind bewegten Laubbett

Füllen sich mit Tau

einer Badewanne gleich

Glitzerndes Badewasser

verspricht Erholung

für gestresste Ameisen

Traumbild meines Alltags

Gefüllter Korb Walnüsse

als Vorrat

für den Winter

Eine Chance

ebenfalls

ausruhen zu dürfen

Umhüllt von Goldlack

tragen die Nüsse

den Herbstglanz

bis Weihnachten

Versprechen

dass Er kommt

der die Ernte einbringt

auf ewig

Nussschalenversprechen

erfüllt sich für den

der glaubt

Hennis Blogadventskalender

Ich war gespannt, wie Sabine und Henni die diesjährige Blogadventsgeschichte beenden würden. Genial. Ich freue mich, immer wieder ein Teil der Mitschreiber*innen zu sein.

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute und viele kreative Ideen für 2022. Bleibt gesund und fröhlich, negativ und positiv.

Hier für euch die komplette Hennis Blogadventskalendergeschichte zum Download:

Hennis Blogadventskalender – Türchen 18

Ich darf noch ein bisschen an Hennis Weihnachtsgeschichte weiterschreiben und kehre zu Thommie und Maggie zurück.

Was bisher geschah:

Türchen 17 (von Thea):
….
Häääh, Glühwein?

Nochmal zurück.

Was wäre, wenn?

ich nicht in Deutschland geboren wäre, sondern in einem afrikanischen Dorf, fernab von der Zivilisation, ohne fließend Wasser und ein Nahrungsangebot in Hülle und Fülle, das ganze Jahr?

Was wäre, wenn ich im Mittelalter auf die Welt gekommen wäre? Dann hätte ich die letzten 60 Jahre Fortschritt nicht mitbekommen. Mit dem Flugzeug mal eben an das andere Ende der Welt fliegen, Elektroautos, Smartphones, Impfstoff, die ganze digitale Welt.

Was sind da schon Gedanken an Thommie und Maggi? Ich wäre ihnen niemals begegnet.

Was wäre, wenn geht sowieso nicht mehr! Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist nicht vors zu sehen, also konzentriere ich mich auf das Jetzt und Hier!

Natürlich kreuzen Menschen aus der Vergangenheit meinen Weg,

Aber ich genieße den Moment, und freue mich auf den Glühwein, auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Häusern und Straßen, auf das Rentier, das flimmernd am Balkon hängt. Selbstgebackene Plätzchen, Tee trinken mit Henni, rumblödeln.

Vielleicht Babette einen Brief schreiben? Dietmar neue Knöpfe an sein Sakko nähen?

Ich könnte auch mit Henni eine Schlammbowle trinken.

Alles ist möglich!

Heute ist heute und morgen schaue ich mal, vielleicht was mit Thommie und Maggi machen.

Einen Eierpunsch trinken?

***

Türchen 18 (von Birgit):

Tilda macht es sich auf dem Sofa gemütlich. Sie findet, dass sie genug über Weihnachten in anderen Ländern und auch vor ihrer Haustür nachgedacht hat. Sie liebt es, in der Adventszeit in Ruhe eine Tasse Tee zu trinken und der Welt eine Weile in einem Buch zu entfliehen. Fortsetzungsroman hin oder her, das ist ihr eigentlich egal. Spannend muss es sein.

Thommie nickt: „Ja, unsere älteste Tochter hat deinen Namen bekommen, Allie.“

Will ich das? Maggie lächelt ihr umwerfendes Lächeln und zieht mich in Richtung Glühweinstand. „Einen Eierpunsch, wie früher?“

Ich habe gar keine Zeit, zu widersprechen. Dass ich keinen Alkohol mehr trinke, schon lange nicht mehr. Weil ich trocken bin. Zehn Jahre schon. Sch…, dass muss ich ihnen erklären.

Ich trete von einen Fuß auf den anderen. Zögere.

„Ich muss euch etwas sagen. Die letzten Jahre ist bei mir nicht alles rund gelaufen. Ich war nicht gerade vom Glück gesegnet. Ich…

***

Morgen geht es bei Sabine und Henni weiter mit Andrea Rauter auf

www.gruenraumschreiben.de

Das Grab meiner Mutter

Mir gefällt, wie Rosa ihre Erlebnisse und Erinnerungen schildert. Es bewegt mich.

Mein Universum

Es ist für mich inzwischen so selbstverständlich – mein Leben im Wohlstand, in der Demokratie. Und doch denke ich oft an vergangene Zeiten, daran, was für ein Glück (im Unglück) ich hatte, in Russland als Deutsche geboren zu sein. Sonst wäre meine Familie dem totalitären Regime wohl niemals entkommen.
Eigenartig, dass das Land mir erst im Nachhinein wie ein Albtraum vorkommt. Als ich noch dort lebte und keine Alternativen kannte, schien mir mein Leben normal zu sein.
Ich hatte zu arbeiten und meine Kinder zu versorgen, mich um meinen Mann zu kümmern und meine Freundschaften zu pflegen. Natürlich hatte ich reichlich Kummer, aber auch viele Glücksmomente.
Was der Sozialismus wirklich bedeutet, zeigte sich den Menschen erst in den letzten Jahren der Sowjetunion. Denn als das morsche System in sich zusammenbrach, erblickten wir die zahllosen Leichen im Keller. Die ganze Welt erschauderte angesichts der unmenschlichen Verbrechen an der eigenen Bevölkerung.

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Hennis 2. Online Lesung

https://www.gruenraumschreiben.de/2021/02/28/henni-allein-zuhaus-neue-lesungstermine-stehe-fest/

Andrea Hennecke und ich möchten am Freitag, 09.04. Texte, Geschichten und Gedichte aus Sabine Hinterbergers Schreibcafe Online vorlesen.

Sabine und Henni laden dazu freitagsabends alle zwei Monate ein. Melde dich gerne bei ihr an, wenn du magst. Wir freuen uns auf dich, auf euch.

Sabines und Hennis Blogadventskalender – Türchen 17

Was bisher geschah findet ihr in dieser PDF

Türchen 17:

„Da muss ich dran gehen“, murmelte Henni Richtung Julius, Jana und Ferkelchen.

Henni ging in die Küche hinüber, setzte sich auf den nächstgelegenen, wackeligen Küchenstuhl und hauchte in ihr Handy: „Hallo Lars…“

„Ja, es tut mir leid, dass ich mich nicht gemeldet habe.“

„Nein, ich habe deinen Geburtstag nicht vergessen.“ Henni schnaubte innerlich, was glaubte dieser eingebildete Tölpel, dass sie sich nach ihrem ersten Date sofort melden würde? Sie war sich noch gar nicht ihrer Gefühle zu ihm sicher. Wieder einen Mann in ihr Leben lassen? Das ging ihr alles zu schnell.

Sie dachte an Uwe. Bei ihm war es anders gewesen, da hatte sie sofort gewusst, dass er der Richtige für sie war. Und der Einzige?

„Was, du möchtest mich zum Adventsessen einladen? Okay, ja.“

„12.30 Uhr passt. Ja, ist gut. – Nein ich bringe nicht wieder Ulla mit.“

Henni legte auf. Ulla war doch ihre Freundin. Sie brauchte sie in so brenzligen Situationen. Aber sie wusste auch, dass Lars mit ihr allein sein wollte.

Sie hatte Angst, dass…

Hier geht es morgen mit dem Türchen 18 weiter: http://www.ulrikearabella.de/

Sabines und Hennis Blog-Adventskalender: Teil 2

Fortsetzung 2. Dezember 2020:

Henni hatte das Streichholz wie damals auch immer nicht schnell genug fallen gelassen. Eine erbsengroße Brandblase bildete sich sofort an ihrem Daumen.

„Ich hasse dich. Warum kann ich selbst heute, nach gut einem halben Jahrhundert nicht besser aufpassen?“

Die erste Kerze an ihrem Advetskranz brannte. War es und er das wert?

Sie rannte in die Küche und ließ kaltes Wasser über ihre Finger laufen. Dabei überhörte sie, dass es klopfte.

Er war gekommen. Würde er jetzt aufgeben und wieder gehen?

Fortsetzung morgen bei http://www.ulrikearabella.de