Türchen 4

Hennis Blogadventkalender!

Das geschah gestern:

… sich das Fenster einen Spalt breit öffnete. Die Person hielt sich aber offensichtlich hinter der Gardine verborgen. Es war nur eine Hand mit einem Stück eines Armes zu sehen, die sich mit einem Kochtopf aus dem Fenster streckte. Als die Lichterkette zu Gelb wechselte, stellte die Hand den Kochtopf auf dem Fensterbrett ab und der Arm mit der Hand zog sich schnell wieder zurück. War der Arm nackt gewesen? Steckte die Hand in einem orangefarbenen Handschuh? Das Fenster schloss sich wieder. Aus dem Kochtopf quoll Dampf. Dieser waberte durch das Rot der Lichterkette. Trotz der Heizungswärme an ihren Beinen fröstelte es Klara……

Hier geht es heute mit dem 4. Türchen weiter

Bild: (c) Tanja Graumann

Blau. Der Dampf durchdrang Klaras Gedanken und versetzte sie in ein Erlebnis vor einem Jahr. Grün. Sie hatte ein Date mit Justus gehabt und als Nachtisch hatte er ihr Waldmeister-Wackelpudding angeboten. Geht es noch? Das war der erste Moment gewesen, dass Klara angefangen hatte zu zweifeln, dass er der Richtige für sie ist. Gelb schmeckte die Eifersucht auf ihrer Zunge, als sie gegenüber sah, wie der Kochtopf vom Fensterbrett rutschte und zu Boden fiel…

Hier geht es morgen weiter: Rund ums Schnöggel – https://www.rund-ums-schnoeggel.de/

Anthologie Stille erscheint

Mein Beitrag „Du hörst die Stille nur, wenn du leise bist“ erscheint in der Anthologie „Stille“ https://www.epubli.de/shop/buch/Stille-Uta-Preu%C3%9Fe-9783754963968/125122

Das Schauspielensemble Iserlohn hatte einen Schreibwettbewerb in 2021 gestartet und fasst in dieser Anthologie die eingesandten Geschichten und Gedichte zusammen.

Ich freue mich, dass mein Text bei den 15 Preisträgern ausgewählt wurde.

Eine vespätete Neujahrsgeschichte

Gerne möchte ich euch meine angekündigte neue Geschichte vorstellen zu dieser Karte, die ich von meiner Freundin Gisela zum Neujahr bekommen habe und die mich inspierte:

Waldi pupst auf das neue Jahr…

Aber ich habe eine Challenge für euch, ich habe die Geschichte für einen Freund ins Französische übersetzt.

Auf Wunsch schicke ich sie dir/euch/Ihnen gerne in Deutsch zu.

Nussschalenversprechen

Sie fallen

im Oktober zu Boden

Schaukeln im

vom Wind bewegten Laubbett

Füllen sich mit Tau

einer Badewanne gleich

Glitzerndes Badewasser

verspricht Erholung

für gestresste Ameisen

Traumbild meines Alltags

Gefüllter Korb Walnüsse

als Vorrat

für den Winter

Eine Chance

ebenfalls

ausruhen zu dürfen

Umhüllt von Goldlack

tragen die Nüsse

den Herbstglanz

bis Weihnachten

Versprechen

dass Er kommt

der die Ernte einbringt

auf ewig

Nussschalenversprechen

erfüllt sich für den

der glaubt

Hennis Blogadventskalender

Ich war gespannt, wie Sabine und Henni die diesjährige Blogadventsgeschichte beenden würden. Genial. Ich freue mich, immer wieder ein Teil der Mitschreiber*innen zu sein.

Euch allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute und viele kreative Ideen für 2022. Bleibt gesund und fröhlich, negativ und positiv.

Hier für euch die komplette Hennis Blogadventskalendergeschichte zum Download:

Hennis Blogadventskalender – Türchen 18

Ich darf noch ein bisschen an Hennis Weihnachtsgeschichte weiterschreiben und kehre zu Thommie und Maggie zurück.

Was bisher geschah:

Türchen 17 (von Thea):
….
Häääh, Glühwein?

Nochmal zurück.

Was wäre, wenn?

ich nicht in Deutschland geboren wäre, sondern in einem afrikanischen Dorf, fernab von der Zivilisation, ohne fließend Wasser und ein Nahrungsangebot in Hülle und Fülle, das ganze Jahr?

Was wäre, wenn ich im Mittelalter auf die Welt gekommen wäre? Dann hätte ich die letzten 60 Jahre Fortschritt nicht mitbekommen. Mit dem Flugzeug mal eben an das andere Ende der Welt fliegen, Elektroautos, Smartphones, Impfstoff, die ganze digitale Welt.

Was sind da schon Gedanken an Thommie und Maggi? Ich wäre ihnen niemals begegnet.

Was wäre, wenn geht sowieso nicht mehr! Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist nicht vors zu sehen, also konzentriere ich mich auf das Jetzt und Hier!

Natürlich kreuzen Menschen aus der Vergangenheit meinen Weg,

Aber ich genieße den Moment, und freue mich auf den Glühwein, auf die Weihnachtsbeleuchtung in den Häusern und Straßen, auf das Rentier, das flimmernd am Balkon hängt. Selbstgebackene Plätzchen, Tee trinken mit Henni, rumblödeln.

Vielleicht Babette einen Brief schreiben? Dietmar neue Knöpfe an sein Sakko nähen?

Ich könnte auch mit Henni eine Schlammbowle trinken.

Alles ist möglich!

Heute ist heute und morgen schaue ich mal, vielleicht was mit Thommie und Maggi machen.

Einen Eierpunsch trinken?

***

Türchen 18 (von Birgit):

Tilda macht es sich auf dem Sofa gemütlich. Sie findet, dass sie genug über Weihnachten in anderen Ländern und auch vor ihrer Haustür nachgedacht hat. Sie liebt es, in der Adventszeit in Ruhe eine Tasse Tee zu trinken und der Welt eine Weile in einem Buch zu entfliehen. Fortsetzungsroman hin oder her, das ist ihr eigentlich egal. Spannend muss es sein.

Thommie nickt: „Ja, unsere älteste Tochter hat deinen Namen bekommen, Allie.“

Will ich das? Maggie lächelt ihr umwerfendes Lächeln und zieht mich in Richtung Glühweinstand. „Einen Eierpunsch, wie früher?“

Ich habe gar keine Zeit, zu widersprechen. Dass ich keinen Alkohol mehr trinke, schon lange nicht mehr. Weil ich trocken bin. Zehn Jahre schon. Sch…, dass muss ich ihnen erklären.

Ich trete von einen Fuß auf den anderen. Zögere.

„Ich muss euch etwas sagen. Die letzten Jahre ist bei mir nicht alles rund gelaufen. Ich war nicht gerade vom Glück gesegnet. Ich…

***

Morgen geht es bei Sabine und Henni weiter mit Andrea Rauter auf

www.gruenraumschreiben.de

Das Grab meiner Mutter

Mir gefällt, wie Rosa ihre Erlebnisse und Erinnerungen schildert. Es bewegt mich.

Mein Universum

Es ist für mich inzwischen so selbstverständlich – mein Leben im Wohlstand, in der Demokratie. Und doch denke ich oft an vergangene Zeiten, daran, was für ein Glück (im Unglück) ich hatte, in Russland als Deutsche geboren zu sein. Sonst wäre meine Familie dem totalitären Regime wohl niemals entkommen.
Eigenartig, dass das Land mir erst im Nachhinein wie ein Albtraum vorkommt. Als ich noch dort lebte und keine Alternativen kannte, schien mir mein Leben normal zu sein.
Ich hatte zu arbeiten und meine Kinder zu versorgen, mich um meinen Mann zu kümmern und meine Freundschaften zu pflegen. Natürlich hatte ich reichlich Kummer, aber auch viele Glücksmomente.
Was der Sozialismus wirklich bedeutet, zeigte sich den Menschen erst in den letzten Jahren der Sowjetunion. Denn als das morsche System in sich zusammenbrach, erblickten wir die zahllosen Leichen im Keller. Die ganze Welt erschauderte angesichts der unmenschlichen Verbrechen an der eigenen Bevölkerung.

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